Hans Kastler 

*c. 1500 - †c. 1570
Father:
Mother:
  • ???
Wife:
Child:

Notes:

a) BIOGRAPHY: Occupation: Bauer (farmer)

Bemerkungen von Pfarrer Siegfried Kastler:

Um 1530/40 dürfte dieser Hans die Güter seines Vaters übernommen haben. Genau läßt sich dieser Termin nicht festlegen. Den Plesenharthof hat wahrscheinlich noch der Vater gekauft. 1538 ist im Anhäusischen Lagerbuch über Asselfingen (S.218a/222a) Hanns Kastler mit Äckern als Anwander genannt. Das könnte dieser, aber auch der Vater sein. Der Plesenhärthofanteil ging dann irgendwann an einen gewissen "Christping Schwenck". Vielleicht war das ein Bruder der obigen Frau. Von diesem kam der Hof jedenfalls an Michael Kastler . . Im Jahr 1570 wird Michael Kastler diesen Hof haben. Dann heißt es: "Michel Kastler zu Asselfingen besitzt und pauet den halben Teil an Hansen Mezgers Vierten Teil Plesenharts Hof, welchen halben Teil [...] Derselb Hauslaib hat den halben Teil am ganzen Viertteil erkauft, obgenannt Michel Kastlers Vater Hansen Kastler vom selben ist kommen an Christping Schwenck und von diesem an Michel Kastler. Welcher halbe Viertteil Plesenhart mit dem Eigentum und der Lehenschaft der Erw. Frauen Maisterin und den Convent Frauen der Erw. Versammlung in der Stat Ulm zugehörig." Hanns gehört nach dem Kauf des Plesenharthofanteils wohl zu einer mittleren Schicht zwischen Bauern und Söldnern. Plesenharthof (auch Biesenhart oder Blienhart genannt) liegt 1-2 km nördlich von Asselfingen. Es ist ein ehemaliger Hof in der Nähe von Lindenau. Der Hof kam aus dem Besitz der Ramminger über Gültigen und von Neuseck(?) an die Sammlung in Ulm. Im 14./15.Jahrhundert wurde der Hof nicht zuletzt wegen Wassermangel aufgegeben. Seither existiert er nur noch als ein Feldlehen. Im alten Lagerbuch der Sammlung von 1438 taucht er auf mit 50 Jauchert Acker in 3 Öschen. Der Zehnt ging an das Stift Wiesensteig. Eines der vier Viertel dieses Feldlehens kaufte Hans Hausladt. Die Hälfte davon verkaufte er an Hanns Kastler unter der Bedingung" daß er Kastler der Frau Maisterin und dem Convent daraus jährlich zur Gült, weiters noch merers nicht geben soll, A dann jars 5 Vrt. Roggen und 6 Vrt Haber und kein Geld." ~ Die Güter umfassen im Einzelnen: Im l.Ösch: 10 Vrt.Jauchert bei der Grub ("Steingrub"), 3 Vrt. / 3 Vrt.(im alten Urbar l Jcht.) Im 2.Ösch: 1/2 Jcht. (... am Setzinger Weg) l Jcht. / 1/2 J./ l Vrt. Im 3.Ösch: l Jcht. / l Jcht. Zusammen also 6 Jauchert Acker. (Zum Vergleich: Ein wirklich großer Hof umfaßte ca.60 Jcht. Kleinere Höfe brachten es auf 20-30 Jauchert.) Daneben muß Hanns Kastler aber sicherlich noch andere Güter gehabt haben, denn diesen Plesenharthof verkaufte er ja weiter. Außerdem wird er ja mit anderen Äckern als Anwander genannt. Im Jahr 1552 wird in Asselfingen ein Register angelegt über "Asselfinger Fremd Hern Steuern" Darin gibt Hans Kastler an: "er steur nit mer dan ain Gutlin daher und ander kains harin". Hans Kastler hatte also zu dieser Zeit ein Gut. Worum es sich dabei handelt ist nicht klar. Andere genannte Güter gehören z.B. nach Anhausen, Herbrechtingen, Stotzingen 1558 wird im Zusammenhang mit der Türkensteuer "Der Buren stair" erhoben (OA As.Nr.2) Dabei erscheint Hanß Kastler. Bei einem Vermögen von 200 Pfund hat er zu bezahlen: l Pfund 13 Schilling 4 Heller. 38 Personen sind auf der Liste genannt. Vermögen zwischen 1500 Pf.und 2 Pfund. Zum Vergleich: 1500 Pfd.(2) 900 Pfd. (3) 700/600 Pf d.(5) , 500/400 Pfd (7) 300 Pfd.(3) [20] 250/200 Pfd.(3), 100 Pfd.(6), 50-100 Pfd.(2), 0-50 Pfd. (7) [18] 8 192 /2 Aufgrund dieser Aufstellung kann man also festhalten, daß Hanns Kastler zur "Mittelschicht" im Dorf zählte. In einer Aufstellung der Dienstboten von 1566 (OA As. Nr.4) kommt Hanns Kastler vor. Dienstboten werden bei ihm aber nicht genannt. Jedoch gibt es sehr wenige Dienstboten überhaupt (8 Knechte,10 Mägde, 2 Buben Bereits im Jahr 1549 taucht Hanns Kastler im Zusammenhang mit einem Verkauf auf. Aus diesem Verkauf kann man schließen, daß er mit einer Schwenck verheiratet war. Hanns Kastler der jung verkauft zusammen mit Äbraham, Martin, Apollonia und Stoffel Schwenck zwei Sölden in Asselfingen an die "Frau Maisterin". Es heißt: "... unsere zwi Sölden so uns von weiland Lorenzen Schwenck unserm lieben Vater und Schweher seligen erblich heimgefallen sind..." Man kann daraus schließen, daß dieser Lorenz Schwenck der Schweher (=Schwiegervater) des Hanns Kastler war. Auch ergibt das ein zusätzliches Indiz für die vorherige Generation: Wenn Hanns Kastler hier "der jung" genannt wird, dann lebt sein Vater entweder noch oder ist erst vor kurzem gestorben. Stoffel Schwenck lebt inzwischen in Bissingen. Er ist dorthin gezogen - also wohl mindestens schon 30 Jahre alt. Das ergibt ein Alter für Lorenz Schwenck (und damit auch für Hans Kastler alt!) von mindestens 60 Jahren. Also: geboren vor 1490.

b) GEDCOM file: Swabian Kastlers.ged

Birth:
Death: